Raumcon
Raumfahrt => Fragen und Antworten: Raumfahrt => Thema gestartet von: joachim999 am 24. März 2026, 09:42:09
-
Das Thema Arcjet propulsion hatte frueher einen eigenen Lehrstuhl bei Prof. Monika Auweter-Kurtz am IRS der Universitaet Stuttgart. Auch eine Sonde Baden-Wuerttemberg-1 wurde zwar gebaut, sollte 2010 gestartet werden, wurde aber nie gestartet.
https://en.wikipedia.org/wiki/Baden-W%C3%BCrttemberg_1
Danach wurde nur noch an der Universitaet Adelaide 2013 noch dazu eine Dissertation verfasst.
Es gibt noch im Archiv eine Abhandlung des Arcjet:
https://web.archive.org/web/20070311041943/http://www.irs.uni-stuttgart.de/forschung/elektrische_raumfahrtantriebe/lichtbogentriebwerk.html
Auf der Website des IRS der Universitaet Stuttgart ist der Forschungsbereich "Elektrische Antriebe" nicht mehr vorhanden:
s. hier: http://www.irs.uni-stuttgart.de/
FRAGE: Sind Arcjet propulsions wirklich tot oder ist nur der Fachberech Raumfahrttechnik an der Universitaet Stuttgart derart geschrumpft?
-
Da ich mit dem Begriff so gar nichts anfangen konnte, hab ich die Frage mal ein die KI meines Vertrauens weitergeleitet:
Wie funktioniert das Arcjet propulsion Triebwerk?
Ein Arcjet-Triebwerk (auch thermisches Lichtbogentriebwerk genannt) ist ein elektrischer Raumfahrtantrieb, der vor allem für die Lageregelung von Satelliten und für kleinere Kurskorrekturen im Weltraum eingesetzt wird.
Funktionsweise:
Zwischen einer Kathode und einer Anode wird ein elektrischer Lichtbogen erzeugt.
Durch diesen Lichtbogen wird ein Treibgas (meist Ammoniak, Hydrazin oder ein Gemisch aus Ammoniak, Stickstoff und Wasserstoff) stark aufgeheizt – auf Temperaturen von etwa 5.000 bis 20.000 Kelvin.
Das erhitzte Gas dehnt sich aus und wird durch eine Düse nach hinten ausgestoßen, wodurch Schub entsteht.
Der Schub entsteht also rein durch den thermischen Effekt der Expansion, nicht durch elektrische oder magnetische Felder wie bei anderen elektrischen Triebwerken.
Vorteile:
Höhere Schubkraft im Vergleich zu anderen elektrischen Triebwerken wie Ionentriebwerken, aber bei moderaterem spezifischem Impuls.
Einfacherer Aufbau als viele andere elektrische Antriebe.
Nachteile:
Geringere Effizienz (etwa 30–50 %) im Vergleich zu anderen elektrischen Antrieben.
Starke thermische Belastung der Elektroden, was zu Erosion führt und die Lebensdauer begrenzt.
Hoher Energiebedarf, was den Einsatz auf Satelliten mit ausreichender Stromversorgung (z. B. durch Solarzellen) beschränkt.
Anwendung:
Arcjet-Triebwerke werden vor allem für die Lageregelung und Bahnkorrektur von Satelliten verwendet, da sie eine gute Balance zwischen Schub und Effizienz bieten.
Link zur Antwort und den Quellen: https://chat.mistral.ai/chat/b771c767-94e7-438c-8f2f-9ccd99cec95a (https://chat.mistral.ai/chat/b771c767-94e7-438c-8f2f-9ccd99cec95a)
-
Nachteile:
Geringere Effizienz (etwa 30–50 %) im Vergleich zu anderen elektrischen Antrieben.
Starke thermische Belastung der Elektroden, was zu Erosion führt und die Lebensdauer begrenzt.
Hoher Energiebedarf, was den Einsatz auf Satelliten mit ausreichender Stromversorgung (z. B. durch Solarzellen) beschränkt.
Die Nachteile duerften fuer Sonden im inneren Sonnensystem (v.a. Mond- und Venus-Sonden) von untergeordneter Bedeutung sein. Die Effizienz ist zwar niedriger als bei Ionentriebwerken, dafuer ist der Schub hoeher. Da die Missionszeit zum Mond und Venus ohnehin kurz ist, ist die begrenzte Lebensdauer durch Erosion auch nicht entscheidend.
-
Das Thema Arcjet propulsion hatte frueher einen eigenen Lehrstuhl bei Prof. Monika Auweter-Kurtz am IRS der Universitaet Stuttgart. Auch eine Sonde Baden-Wuerttemberg-1 wurde zwar gebaut, sollte 2010 gestartet werden, wurde aber nie gestartet.
Tolle Story damals um "Raketen-Moni" - hatte ich fast wieder vergessen. Hat seinerzeit hohe Wellen geschlagen..
https://de.wikipedia.org/wiki/Monika_Auweter-Kurtz (https://de.wikipedia.org/wiki/Monika_Auweter-Kurtz)