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Raumfahrt => Konzepte und Perspektiven: Raumfahrt => Thema gestartet von: tomtom am 21. Juni 2025, 15:30:03
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Die ESA macht eine Kooperationsvereinbarung mit Dassault, die ein Raumflugzeug entwickeln wollen.
(https://images.raumfahrer.net/up082910.jpg)
https://www.dassault-aviation.com/en/group/2025-paris-air-show/illustrated-news/paris-space-hub/
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Die französische Firma Dassault Aviation will einen europäischen Raumgleiter a la Dream Chaser entwickeln und sucht finanzielle Unterstützung. Neben Macron/frz. Militärministerium zeigt sich auch die ESA recht interessiert und erste Verträge wurden bereits abgeschlossen.
(Die Firma ist auf Flugzeugbau spezialisiert und war u.a. auch schon in die Entwicklung des Hermes-Raumschiffes eingebunden)
Der Gleiter soll sowohl zivil als auch militärisch einsetztbar sein und neben einer Frachtversion auch mal bemannt fliegen.
Noch gibt es nicht allzuviel Infos, aber eine Miniversion wurde jetzt auf der letzten "Paris Space Hub" vorgestellt.
Geplant sind wiedeverwenbare Flüge in LEO ("free flyer"), Versorgung von Raumstationen mit Material und Astronauten, Rücktransport von wissenschaftlichem Untersuchungsgut aus dem All und speziell Flüge im Auftrag des Militärs, (was wohl auch die Finanzierung erleichtern dürfte!).
Der Gleiter soll in der Atmosphäre im Hypersonic-Flug voll steuerbar sein und auf grossen Flughäfen landen können.
Geplant ist jetzt erst ein Testmodell in 1/3 der Orginalgröße, dann ein Freiflieger in 2/3 Größe, bevor endlich ein orginalgroßes Schiff fliegen soll. Erst unbemannt, dann auch mit Astronauten.
Über Größe, benötigte Trägerrakete, Zeitplan u.ä. hab ich leider noch nix gefunden.
https://aviationweek.com/space/space-exploration/dassault-pitches-vortex-reusable-spaceplane
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Dassault_Aviation
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Hermes_(Raumfähre) (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Hermes_(Raumfähre))
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Ist das so etwas wie x37?
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Das Konzept Vortex von Dassault Aviation wird zwar vom französischen Militär unterstützt, ist aber erstmal nur ein Vorschlag des Industrieunternehmens, während die X37B (entwickelt von Boeing) komplett von der US Space Force betrieben wird.
Technisch kann man es vergleichen mit dem Space Rider, wobei dieser speziell für die Vega ausgelegt wurde und Vortex nicht mehr unter ein Fairing passen dürfte und daher eine Nummer größer wäre.
Vergleichbar eher mit DreamChaser - zumal wenn man sich das PR-Video ansieht. (ja, nur ein PR-Video, aber schön gemacht, dafür ist man Space-Fan. Muß nur noch Realität werden).
www.youtube.com/watch?v=KonUSO0H8hg
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Mit dem Space Rider würde ich das nicht vergleichen. Der soll ja mithilfe einer Art Gleitschirm landen.
https://en.m.wikipedia.com/wiki/Space_Rider
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Dassault-Chef Eric Trappier will den Raumgleiter VORTEX zum ESA-Projekt machen.
Ein Demonstrator soll 2027 mit einer Electron von RocketLab fliegen, zT. finanziert durch die franz. Armee.
Nächstes Jahr soll eine ESA-Beauftragung erreicht werden.
https://europeanspaceflight.com/dassault-ceo-pushing-for-vortex-to-be-adopted-as-an-esa-project/
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Dassault Aviation und OHB wollen beim Raumgleiter VORTEX kooperieren.
https://www.aerospatium.info/dassault-embarque-ohb-a-bord-de-son-vortex/
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Dassault Aviation und OHB wollen der ESA ein gemeinsames Angebot machen.
Dassault will den Gleiter entwickeln, OHB das Servicemodul.
https://www.ohb.de/aktuelles/dassault-aviation-und-ohb-schliessen-partnerschaft-zur-angebotseinreichung-des-mehrzweck-raumfahrzeugs-vortex-s-bei-der-esa
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Genauso wie Raumgleiter HERMES kein technisches Problem war, sondern ein Finanzierungsproblem, wird es auch bei VORTEX sein: schwupp - und die Gelder sind gestrichen.
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Mit dem Angebot will man an die geplanten Gelder des ESA Cargo Return Wettbewerbs.
Durch kleiner skalierte Versionen macht man es günstig und die ESA erhofft sich private Teilfinanzierung.
Du darfst vielleicht auch optimistischer sein im Vergleich zu HERMES, weil ja jetzt das Militär eine höhere Priorität hat und solche Projekte finanzieren will.
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Macron kündigt an, dass Projekt Vortex zu unterstützen und hofft, dass sich Deutschland und andere Länder daran beteiligen.
https://space-vortex.com/en/reusable-orbital-spaceplane-program-vortex/
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Wenn es mit dem Projekt, wie es aktuell aussieht, konkreter wird und die ESA auch mit denen Zusammenarbeitet stellt sich die Frage was mit dem SpaceRider Programm nach seinem Erstflug passieren wird. Denke mal die ESA wird nicht in zwei sehr ähnliche Programme in den Betrieb investieren.
Wenn ich das richtig sehe stehen sich hier ein fast fertiges staatliche Projekt und ein in der Konzeptphase etwas leistungsfähigeres privates Projekt welches aber maßgeblich auf staatliche Akteure setzt gegenüber (in einer idealen Welt könnten wir beides finanzieren und betreiben).
Gab es irgendwo mal ein Vergleich der technischen Daten dieser beiden Fahrzeuge?
Was es alles mal können soll liest es sich ja auch bisschen wie das SUSIE das Konzept von ArianeGroup
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Laut einer Infotafel zum Vortex Projekt auf dem International Space Summit in Paris sind nicht nur mehr Frankreich und Deutschland beteiligt mit Dassault und OHB, sondern im Team auch APCO aus der Schweiz, SENER aus Spanien, Space Cargo Unlimited aus den Niederlanden, SABCA SONACA aus Belgien und die Spaceports Cornwall und Santa Maria, Großbritannien und Portugal.
https://x.com/PaxAquitania/status/2097655977780646045
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Da das Projekt jetzt anscheinend doch langsam in Fahrt kommt, hier einige neue Daten.
Vorläufig sind 4 aufeinander aufbauende Versionen geplant:
Vortex-D-Demonstrator:
4 Meter lang, 1 Tonne schwer, Erstflug 2028
Vortex-S-Smart:
8 m, 10 t
Vortec-C-Cargo:
vergrößerte Version von -Smart für erhöhte Frachtkapazität
Vortex-H-Human:
vergrößerte Version human-rated
https://space-vortex.com/en/introduction
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Ich tue mich bei dem Designkonzept mit dem „dreimal Vergrößern“ der Einsatzversionen schwer. Das ist jedes Mal neu Designen und Qualifizieren. Mit dem zwischen Rumpf und Flügeln integrierten aerodynamischen Design lässt sich nicht einfach eine Baugruppe (Rumpf) strecken und breiter machen, sondern alles muss wachsen. Die Aerodynamik am Flügel ändert sich, auch wenn die Grundauslegung gleich ist.
Warum nicht nach dem Demonstrator eine finale Version „one size fits all“ entwickeln?
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Und das würde ja dann wieder mehr nach SUSIE klingen.
Habe das Gefühl man macht die kleinen Versionen ja auch um zu schauen ob man‘s kann (sollten wir vom Können her eigentlich in Europa) und besonders weil man leichter dafür werben kann Geld reinzustecken erstmal. Die Summe ist erstmal etwas kleiner im Gesamten als bei den voll leistungsfähigen Varianten die sich das wirklich von SpaceRider abgrenzen. Sie das ähnlich das aufgrund der jeweils steigenden Lasten und Einflüsse, dann sehr viel nochmal neu getestet und evtl. entwickelt werden müsste bei jeder wachsenden Version.
Von SUSIE hat man ja leider nicht mehr wirklich was gehört, vermutlich das Preisschild alles direkt auf dem End Level zu machen doch zu hoch war und politisch dies 2022 noch nicht so gefragt war wie jetzt. Abseits von technischen Herausforderungen.