Raumcon
Raumfahrt => Organisationen, Unternehmen und Programme => Thema gestartet von: tomtom am 19. September 2022, 17:09:12
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Die EU macht eine erste Markt-Umfrage zu der Realisierung zu den geplanten Union Secure Connectivity Programmen, so dass die Industrie ihre Aktivitäten einbringen können.
Was bisher unter GOVSATCOM und unter EuroQCI lief, soll in die EU Secure Connectivity Programme für die Periode 2023-27 zusammengeführt werden.
Die EU Secure Connectivity Programme sollen durch eigene ESA-Programme unterstützt werden, über die auf der Ministerratskonferenz im November entschieden werden.
https://defence-industry-space.ec.europa.eu/preliminary-market-consultation-implementation-future-union-secure-connectivity-programme_en (https://defence-industry-space.ec.europa.eu/preliminary-market-consultation-implementation-future-union-secure-connectivity-programme_en)
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Politische Vertreter von EU-Staaten und EU-Parlamentarier wollen diese Woche die Finanzierung der EU-Sat-Konstellation klären, bei dem es um 170 Satelliten gehen soll.
Für das 6 Mrd € Projekt sollen für den Zeitraum 2022-2027 2,4 Mrd € staatliches Geld (incl. ESA-Anteil) gefunden werden, 3,6 Mrd. € sollen von privater Seite dazukommen.
https://www.rcrwireless.com/20221111/network-infrastructure/eu-is-close-to-funding-its-own-satellite-internet-system-report (https://www.rcrwireless.com/20221111/network-infrastructure/eu-is-close-to-funding-its-own-satellite-internet-system-report)
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Die EU feiert den Beschluss und nennt es IRIS2
https://twitter.com/ThierryBreton/status/1593287898345897984 (https://twitter.com/ThierryBreton/status/1593287898345897984)
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Pressemitteilung des EU-Rats (Vertretung der Mitgliedsländer) mit dem EU-Parlament über den Start des Programms Sichere Kommunikation und Breitbandkommunikation für Nutzer, in dem man im Rahmen des Finanzrahmens 2022-2027 ein Budget von 2,4 Mrd € in verschiedenen Budgets gefunden hat, um eine solche Konstellation zu entwickeln und aufzubauen.
Die Konstellation wird neben Galileo und Copernicus die dritte Konstellation im Eigentum der EU sein, um eine eigene Autonomie zu schaffen und unabhängig von anderen Staaten zu sein.
https://www.consilium.europa.eu/en/press/press-releases/2022/11/17/council-and-european-parliament-agree-on-boosting-secure-communications-with-a-new-satellite-system/ (https://www.consilium.europa.eu/en/press/press-releases/2022/11/17/council-and-european-parliament-agree-on-boosting-secure-communications-with-a-new-satellite-system/)
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Die Bundesländer Hessen und Baden-Württemberg finden das Projekt gut.
Normales Breitbandinternet per Kabel soll damit aber nicht ersetzt werden.
https://www.behoerden-spiegel.de/2022/12/16/satellitenkommunikation-mit-iris2-hessen-und-baden-wuerttemberg/ (https://www.behoerden-spiegel.de/2022/12/16/satellitenkommunikation-mit-iris2-hessen-und-baden-wuerttemberg/)
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Das ESPI macht einen schönen Bericht zum neuen EU-Programm IRIS2 mit dem passenden Titel: "The new (material) girl on the block"
Die EU hat 2,4 Mrd € in ihrem Budget gefunden, die ESA plant mit 750 Mio. (davon 300 aus Frankreich, 145 aus Deutschland und 41,5 aus Spanien) und weitere 3 Mrd € sollen aus Mitgliedsstaaten und der Industrie kommen.
Da verschiedene Akteure bereits in der Satellitenkommunikation tätig sind, ist ein gemischter Ansatz aus staatlicher Infrastruktur und kommerziellen Services denkbar.
https://www.espi.or.at/briefs/iris2-the-new-material-girl-on-the-block/ (https://www.espi.or.at/briefs/iris2-the-new-material-girl-on-the-block/)
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Das EU-Parlament hat dem Vorhaben IRIS2 zugestimmt. EU-Kommissar Breton erwartet jetzt die Angebote der Industrie und will 30% an Startups vergeben.
Erste Services sind für 2025 geplant, die gesamte Konstellation für 2027.
https://defence-industry-space.ec.europa.eu/adoption-european-parliament-iris2-europes-new-infrastructure-resilience-interconnection-security-2023-02-14_en (https://defence-industry-space.ec.europa.eu/adoption-european-parliament-iris2-europes-new-infrastructure-resilience-interconnection-security-2023-02-14_en)
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EU-Kommissar Breton kann sich vorstellen, neben Kommunikation ganz neue Features einzubauen wie z.B. zur Luftraumüberwachung und Verfolgung von Ballonen.
https://www.politico.eu/article/thierry-breton-iris%C2%B2-satellite-spy-balloon-spacecraft-eu/ (https://www.politico.eu/article/thierry-breton-iris%C2%B2-satellite-spy-balloon-spacecraft-eu/)
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Die EU-Kommission schreibt das Vorhaben als Public-Private-Partnership Vorhaben aus und erwartet die Angebote der Industrie.
Ziel ist, über die wettbewerbliche Prüfung der Angebote und Verhandlungen dazu eine Beauftragung der Entwicklung und Realisierung zu erreichen, die Anfang 2024 vertraglich vereinbart werden soll.
https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/en/IP_23_1882 (https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/en/IP_23_1882)
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Die CDU/CSU-Fraktion stellt einige interessante Fragen, die von der Bundesregierung vor allem mit Hinweis auf das EU-Ausschreibungsverfahren beantwortet werden.
Vor allem wird mehrfach darauf hingewiesen, dass keine kommerziellen Internetdienstleistungen "gewährleistet, sondern nur ermöglicht" werden sollen. Es geht um sichere Kommunikationsverbindungen für staatliche Institutionen, wobei die Bundeswehr wegen SatComBW keine Fähigkeitslücke habe.
Eigene Startplätze in Deutschland sind für IRIS2 nicht geplant.
Zu Responsive Space System soll es in Kürze für ein EU-Forschungsvorhaben eine Auftragsvergabe geben.
https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Parlamentarische-Anfragen/2023/03/20-5927.pdf (https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Parlamentarische-Anfragen/2023/03/20-5927.pdf)
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Ein Industriekonsortium, dass bereits im Vorfeld eine Studie gemacht hatte, hat Interesse an der Ausschreibung IRIS2 der EU.
Die Führung liegt bei Eutelsat, SES und Hispasat als Betreiber und Airbus Defence and Space und Thales Alenia Space als Satellitenhersteller.
Mit dabei sind noch: Hisdesat, Telespazio, Thales, OHB, Deutsche Telekom und Orange.
Eutelsat mit seiner Verflechtung zu Oneweb ist ein spezieller Aspekt dabei.
https://spacenews.com/european-space-giants-join-forces-for-iris%c2%b2/ (https://spacenews.com/european-space-giants-join-forces-for-iris%c2%b2/)
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siehe dazu den Artikel im Portal:
Airbus: Partnerschaftsabkommen zur Bewerbung um IRIS²-Konstellation
Europäische Raumfahrt- und Telekommunikationsakteure unterzeichnen Partnerschaftsabkommen zur Bewerbung um IRIS²-Konstellation. Eine Pressemitteilung von Airbus Defence and Space.
(https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/iris2copytrightairbus.jpg)
IRIS²-Logo. (Grafik: Airbus)
Weiter in der Pressemitteilung von Airbus Defence and Space=> Link zum Portalartikel (https://www.raumfahrer.net/airbus-partnerschaftsabkommen-zur-bewerbung-um-iris%c2%b2-konstellation/)
Viele Grüße, James
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Im Gegensatz zum vorherigen Konsortium fehlt nur Arianespace. Die EU will zunächst mal den Launcher-Segment separat halten von der Entwicklung und - Betrieb des Kommunikationssystems.
https://advanced-television.com/2023/05/03/what-iris%C2%B2-means-for-eus-space-industry/ (https://advanced-television.com/2023/05/03/what-iris%C2%B2-means-for-eus-space-industry/)
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Die EU lehnt 4 von 5 Angeboten ab. Nur die große Industrieallianz bleibt übrig, mit denen die EU einen "wettbewerblichen Dialog" führen will.
https://twitter.com/pbdes/status/1669365209637564416 (https://twitter.com/pbdes/status/1669365209637564416)
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Europaparlamentsmitglied Niklas Nienaß findet es schade, dass keine Startups durch die EU ausgewählt wurden (sondern lediglich das Konsortium der gängigen Raumfahrtfirmen), bedauert aber auch, dass die Startups nichts geeignetes angeboten haben.
https://rp-online.de/panorama/wissen/weltraum/iris2-satelliten-netzwerk-der-eu-setzt-auf-konsortium_aid-94374425 (https://rp-online.de/panorama/wissen/weltraum/iris2-satelliten-netzwerk-der-eu-setzt-auf-konsortium_aid-94374425)
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Die EU und ESA vereinbaren eine Zusammenarbeit bei der Entwicklung von IRIS2. Die ESA soll die technische Steuerung des Projekts übernehmen. Dafür erhält die ESA von der EU 380 Mio €.
https://defence-industry-space.ec.europa.eu/iris2-european-commission-and-european-space-agency-signed-contribution-agreement-2023-09-21_en (https://defence-industry-space.ec.europa.eu/iris2-european-commission-and-european-space-agency-signed-contribution-agreement-2023-09-21_en)
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Heute endet die Angebotsfrist für die Industrie. Verträge sollen im März unterzeichnet werden, wobei klar zu sein scheint, dass es nur ein Konsortium gibt.
Das Handelsblatt berichtet: "Wie Frankreich Deutschland beim wichtigsten Satellitenprojekt ausmanövriert hat"
Da hat wohl BDI M. Wachter mitgewirkt.
https://www.handelsblatt.com/technik/forschung-innovation/raumfahrt-wie-frankreich-deutschland-beim-wichtigsten-satellitenprojekt-ausmanoevriert-hat/100013112.html (https://www.handelsblatt.com/technik/forschung-innovation/raumfahrt-wie-frankreich-deutschland-beim-wichtigsten-satellitenprojekt-ausmanoevriert-hat/100013112.html)
Wenn Deutschland in der Raumfahrt zu kurz kommt, liegt es an der schwachen deutschen Raumfahrtpolitik.
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Wirtschaftsminister Habeck schreibt einen Brief an die EU und beklagt die exorbitanten Kosten des Projekts IRIS2. Er verlangt einen Neustart. In der EU Kommission kommt das nicht gut an.
IRIS2 soll jetzt insgesamt 12 Mrd € kosten.
https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/raumfahrt-streit-um-starlink-alternative-kosten-steigen-stark/100035051.html (https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/raumfahrt-streit-um-starlink-alternative-kosten-steigen-stark/100035051.html)
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Es soll eine Verständigung geben, in dem OHB stärker beteiligt werden soll, ohne das OHB zum Prime-Vertragspartner wird. Die Kosten sollen hoch bleiben. Die Bundeswehr hat keinen Bedarf, weil man eigene Satelliten (SatComBW) bei Airbus bestellt hat und für Habeck ist Raumfahrtpolitik kein prioritäteres Thema.
https://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/iris2-die-eu-will-musk-beim-weltall-internet-konkurrenz-machen/ar-BB1pMQ3k (https://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/iris2-die-eu-will-musk-beim-weltall-internet-konkurrenz-machen/ar-BB1pMQ3k)
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Lt. Handelsblatt haben Airbus und Thales keine Lust mehr auf IRIS2. Airbus und Thales wollen lieber Technologie entwickeln und zuliefern und das wirtschaftliche Risiko einer Konstellation im Wettbewerb mit Starlink vermeiden.
Ein Neustart soll es vielleicht mit der Telekom und Rheinmetall geben.
https://www.handelsblatt.com/technik/forschung-innovation/iris2-airbus-und-thales-wenden-sich-von-europas-starlink-konkurrenten-ab/100054884.html (https://www.handelsblatt.com/technik/forschung-innovation/iris2-airbus-und-thales-wenden-sich-von-europas-starlink-konkurrenten-ab/100054884.html)
Allerdings macht das Handelsblatt da gerne Lobbyarbeit in eine bestimmte Richtung.
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In Anbetracht der deutlichen Störanfälligkeit von Sat-Verbindungen im (Kriegs-)Krisenfall sehe ich da strategisch keinen wirklichen zusätzlichen, zivilen Bedarf. Besser wäre es, die bodennahen Verbindungen robuster auszulegen und abzusichern.
Für den militärischen Bedarf mag das anders aussehen. Jedenfalls sehe ich bei zivilen Anwendungen da aber eher Telekommunikationsfirmen am Zug, als rüstungsaffine Firmen, staatliche oder überstaatliche Institutionen.
Airbus und Thales werden das ähnlich sehen und werden sich da deshalb eher als Systemlieferant anbieten. Das die Telekom einsteigen würde, wäre nachvollziehbar. Bei Rheinmetall sehe ich das aus erwähnten Gründen dann schon eher wieder fraglich ....
Gruß
Fahrgast
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Der CEO der finnischen Firma ICEYE meint, dass die EU besser nicht mit Starlink/SpaceX konkurrieren sollte und stattdessen besser in eine militärische Erdbeobachtungskonstellation investieren sollte. 100 Beobachtungssatelliten würden 2-3 Mrd € kosten und wären eine Alternative zu Starshield von SpaceX.
ICEYE Satelliten sind auch im Ukrainie-Krieg einsetzt worden. Viele Satellite würden eine hohe und zeitnahe Abdeckung ermöglichen. Viele Länder haben eigene SAR-Satelliten. Die neuen SARAH-Satelliten der Bundeswehr funktionieren aber nicht.
https://www.politico.eu/article/elon-musk-space-internet-satellite-rafal-modrzewski-iceye-europe/ (https://www.politico.eu/article/elon-musk-space-internet-satellite-rafal-modrzewski-iceye-europe/)
Eine militärische Konstellation bedeutet natürlich sofort ein rein staatliches Programm zu sein.
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DLR: 8. Nationale Konferenz Satellitenkommunikation in Deutschland
Digitale Transformation als Chance für die mobile Gesellschaft. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).
(https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/Podiumsdiskussionauf8NatKonfSatellitenkomDLR.jpg)
Podiumsdiskussion auf der 8. Nationalen Konferenz Satellitenkommunikation in Deutschland Laurent Jaffart (ESA), Markus Fritz (ADVISORIO), Karen Florschütz (Airbus Defence and Space), Antje Williams (Deutsche Telekom), Shruti Vyas (SES), Björn Gütlich (Deutsche Raumfahrtagentur im DLR) und Moderator Ulrich Bobinger (v. l. n. r.) diskutieren über die kommerziellen Möglichkeiten für das Projekt IRIS² am 3. September 2024. (Bild: DLR)
Weiter in der Pressemitteilung des DLR:
https://www.raumfahrer.net/dlr-8-nationale-konferenz-satellitenkommunikation-in-deutschland/ (https://www.raumfahrer.net/dlr-8-nationale-konferenz-satellitenkommunikation-in-deutschland/)
Viele Grüße
Rücksturz
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Die EUSPA beauftragt die spanische GMV mit einem Vertrag über 107 Mio. € mit der Einrichtung eines GOVSATCOM
Hub (also im wesentlichen der Bodenstation und Managementfunktionen), der die Kommunikation steuern soll.
https://www.gpsworld.com/gmv-to-head-govsatcom-hub-for-eu-satellite-communications-initiative/ (https://www.gpsworld.com/gmv-to-head-govsatcom-hub-for-eu-satellite-communications-initiative/)
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EU Kommissar Kubilius unterschreibt heute eine Vereinbarung mit SpaceRise unter Führung von SES zur Entwicklung von IRIS2, um EU-Mitgliedsstaaten die sichere Kommunikation zu ermöglichen.
Für 10,6 Mrd € in 12 Jahren sollen 6 Mrd von der EU kommen (wenn die Mitgliedsstaaten zustimmen), 4,1 Mrd von der Industrie und 550 Mio von der ESA.
https://spacenews.com/europe-signs-contracts-for-iris%c2%b2-constellation/
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IRIS² geht in die Vollen:
Die Europaeische Kommission und die ESA haben Vertraege mit einem Konsortium der Industrie ueber 10,6 Milliarden Euro fuer die Entwicklung des Satellitennetzwerkes beschlossen.
Das Konsortium besteht aus Eutelsat, Hispasat und SES.
290 Satelliten sollen zusammen eine Konstellation bilden und der Service soll spaetestens Anfang 2031 in Dienst gehen.
Quelle: https://spacenews.com/europe-signs-contracts-for-iris%c2%b2-constellation/
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Die EUSPA beauftragt die spanische GMV mit einem Vertrag über 107 Mio. € mit der Einrichtung eines GOVSATCOM
Hub (also im wesentlichen der Bodenstation und Managementfunktionen), der die Kommunikation steuern soll.
https://www.gpsworld.com/gmv-to-head-govsatcom-hub-for-eu-satellite-communications-initiative/ (https://www.gpsworld.com/gmv-to-head-govsatcom-hub-for-eu-satellite-communications-initiative/)
Die EU will in Köln eine Bodenstation für GovSatCom errichten, das Land NRW beteiligt sich mit max. 50 Mio. an den Gebäudekosten.
https://www.land.nrw/pressemitteilung/koeln-wird-zentrum-fuer-europas-sichere-satellitenkommunikation-govsatcom-hub
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Interessante Neuigkeiten für uns Raumfahrer in Köln …
Für mich ist aus der Meldung nicht vollständig klar, ob der Standort schon konkret ist. Sie weben ja DLR und ESA in die Meldung ein. Soll/Kann‘s dort passieren?
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Das weiß ich natürlich nicht und da dürfte auch noch einiges im Fluss sein.
Die Grafik auf der EU-Seite legt nahe, dass ein GovSatCom-Hub eher eine administrative und weniger eine technische Einrichtung ist. GovSatCom sollte ja so angelegt sein, dass vorhandene Infrastruktur gebündelt wird. IRIS2 erfordert natürlich darüberhinaus neue Bodensegmente und die waren bisher in Belgien/Spanien/Frankreich/Luxemburg geplant.
(https://images.raumfahrer.net/up081898.png)
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Ich lese die Rolle der Hubs in der Grafik aber schon eher "technisch", als Bindeglied zwischen den Nutzern/Bedarfsträgern und den technischen Systemen, um deren Betrieb zu planen/zu organisieren und zu überwachen. Der Hub selbst wird "nur" ein Gebäudekomplex" sein, aber eben auch nicht nur ein Verwaltungsgebäude. 50 Millionen Euro investierte Landesmittel wären für reine Bürofläche doch etwas hoch. Auch das hört sich eher nach einer spezialisierten (technischen) Infrastruktur an.
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ArianeGroup wird sich in diesem Jahr bemühen, einen möglichst großen Anteil der für den Start der 290 Satelliten der IRIS2-Konstellation ab 2029 benötigten Launcher zu stellen. Dafür würden zwischen zehn und fünfzehn Ariane 64 benötigt; derzeit sind 30 Ariane 6 bereits gebucht, fünf davon sollen 2025 starten - damit verbleiben 25 Starts für die drei Jahre bis 2029, also etwa 8 pro Jahr. Das ist ziemlich nah an der bisher eingeplanten max. Kapazität von 11 Starts pro Jahr ..
https://europeanspaceflight.com/arianegroup-already-working-to-secure-iris2-launch-contract/
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Das Land NRW will am DLR-Standort Köln mit dem Flughafen Köln/Bonn einen Campus mit dem geplanten GovSatCom Hub errichten.
(unten mitte das EAC und links daneben das envihab).
Wenn ich es recht sehe, erfolgt der Zugang dann über das Cargo-Terminal des Flughafens.
https://www.koeln-bonn-airport.de/unternehmen/govsatcom.html
(https://images.raumfahrer.net/up082804.jpg)
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Auf der SmallSat Konferenz in Amsterdam wurde auch über IRIS2 diskutiert.
Fortschritte scheinen aber nicht erkennbar zu sein. Fehlender Wettbewerb wird bemängelt, Deutschland und Italien wollen eigene Entwicklungen, der staatliche Teil paßt nicht recht zu einer kommerziellen Nutzung und es fehlt mind. 1 Mrd. € an ausreichender Finanzierung.
"Iris2 - Tot im Wasser"
https://www.advanced-television.com/2025/05/29/iris2-is-dead-in-the-water/
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EU-Kommissar Kubilius schlägt vor, dass sich auch europäische Nicht-EU-Länder wie Norwegen, UK und die Ukraine am Projekt IRIS2 beteiligen können.
https://www.euractiv.de/section/tech/news/beitritt-zum-eu-satellitennetz-norwegen-ukraine-und-uk-im-gespraech/
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Die EU hat den GovSatCom Dienst gestartet. Mit dabei sind Frankreich, Spanien, Italien, Griechenland und Luxemburg.
Das System besteht aus 8 GEO-Satelliten.
2029 sollen dann IRIS2-Satelliten dazukommen.
https://wiot-group.com/think/de/news/eu-startet-govsatcom-sichere-satellitenkommunikation-zu-iris2/
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Norwegen und Island nehmen an IRIS2 und GOVSATCOM der EU teil.
Beide Länder sind keine Mitglieder der EU, allerdings im Europäischen Wirtschaftraum und an Projekten wie Copernicus bereits beteiligt. Zeigt dass das Programm wächst bzw. so eventuell auch minimal zur besseren Kostentragung beitragen kann.
https://europeanspaceflight.com/norway-and-iceland-to-join-the-eus-govsatcom-and-iris2-programmes/
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Ganz so einfach ist es nicht mit den EU-Programmen: die Regeln bei IRIS2 zB besagen derzeit, dass die Missionen vom Boden eines EU-Mitgliedslandes gestartet werden müssen - eine Regelung, die derzeit eine Nutzung von zB Andöya Spaceport ausschliesst, was Norwegen ziemlich beunruhigt :
https://spacenews.com/northern-norway-is-ready-to-launch-eu-space-regulation-and-its-new-arctic-policy-is-not/
Andererseits: 290 Satelliten auf Ariane64 starten (siehe #30) klingt nicht gerade nach Andöya...
Vielleicht gerade mal zur Bestückung der polaren Bahnen, auf kleineren Trägern.
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Also ich kann verstehen wo die Regel herkommt bei so Infrastruktur für Sicherheit und das man in Vergangenheit Galileo über andere Staaten gestartet hat. Und vorallen da ja Ariane 6 mittlerweile in Betrieb ist, im Vergleich zu während Galileo Starts mit Falcon 9 stattfinden mussten. Schätze das will man nicht wiederholen, auch aus industriepolitischer Sicht
In dem Fall hier würde ich aber diese Regelung auf alle Teilnehmerstaaten von IRIS² ausweiten, wie halt auch Norwegen. Weil die dann sowieso Zugriff auf das System haben würden Sicherheitsbedenken sich eigentlich erübrigen.
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Die EU Kommission und das SpaceRise-Industriekonsortium haben ihre Verhandlungen abgeschlossen.
Insgesamt sollen 348 Satelliten gebaut werden und die Konstellation 2029 in Betrieb gehen.
Zur Finanzierung heißt es jetzt:
Der schnellere Einsatz und die erhöhten Kapazitäten, die für den Verteidigungs- und Sicherheitsbedarf erforderlich sind, bedeuten zusätzliche Investitionen in das Programmbudget. Diese Investition wird verbesserte Satellitentechnologien und den Einsatz der erweiterten Konstellation unterstützen und gleichzeitig eine effiziente Nutzung der vorhandenen Programmressourcen gewährleisten. Die Mittel werden aus einer Kombination von EU-Haushaltsmitteln für den Zeitraum 2028-2034 und zusätzlichen Investitionen von Mitgliedstaaten und Drittländern bereitgestellt.
Die Mitgliedstaaten stärken IRIS² bereits durch nationale Investitionen, um besonderen zusätzlichen Bedarf zu decken. Polen und Ungarn haben bereits 656 Mio. EUR bzw. 500 Mio. EUR gebunden, während Spanien Investitionen zwischen 1,6 und 2 Mrd. EUR angekündigt hat. Weitere Beiträge der Mitgliedstaaten werden derzeit geprüft, wobei die entsprechenden Abkommen derzeit fertiggestellt werden.
https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/ip_26_1726
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Dazu der Beitrag im Portal:
IRIS² wird verstärkt und beschleunigt während die Umsetzung Fortschritte macht
Am 7. August haben die Europäische Kommission und das SpaceRISE-Konsortium die Verhandlungen abgeschlossen und eine Durchführungsvereinbarung zur Einführung von IRIS², der neuen Vorzeige-Satellitenkonstellation der Europäischen Union, unterzeichnet. Die Vereinbarung sieht unter anderem vor, das Programm um 66 Satelliten in der erdnahen Umlaufbahn zu erweitern, wodurch die Hauptkonstellation auf 348 Satelliten anwächst und mit Unterstützung der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) von der Planungsphase in die Phase des vollständigen Einsatzes übergeht.
Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA.
(https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/0-IRIS2_for_EU_secure_connectivity_pillars.jpg)
Credit: Europäische Kommission
Weiter in der Pressemitteilung der ESA im Portal => Link zum Portalartikel (https://www.raumfahrer.net/iris%c2%b2-wird-verstaerkt-und-beschleunigt-waehrend-die-umsetzung-fortschritte-macht/)
Viele Grüße, die Redaktionsmitglieder
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Gut das immerhin jetzt die Abmachungen wohl final getroffen wurde und es jetzt an die konkrete Umsetzung auf der praktischen Seite geht. Kann mir auch nach wie vor vorstellen das sich hinsichtlich der Finanzen, weitere Teilnehmer abseits der EU finden neben Island und Norwegen eventuell finden bzw. es über das demnächst zu beschließende EU-Budget klar geht mit der Erhöhung.
Ich sehe eher als den Elefant im Raum das Jahr 2029, in dem die ersten Satelliten im Orbit sein sollen und zwar auch schon so viele das in irgendeiner Weise ein Service erbracht werden kann. Dabei sehe ich das Problem nicht dabei die Satelliten zu fertigen, das denke ich bekommen wir in der Zeit hin in Europa. Was mir Gedanken macht sind die Startkapazitäten, die scheinbar auch erst noch gesichert werden müssen. Denn die sind rein europäisch angedacht soweit ich weiß (man will ja nicht schon wieder nach Amerika ausweichen müssen seitens der EU, vor allem im Sicherheitsbereich).
Wenn es gut aufgeht reichen sich Amazon Leo und IRIS2 quasi nahtlos die Hand in Kourou bei der Ariane 6. Und selbst das wird für IRIS2 nicht viel Platz lassen in 2029, wenn es bei der aktuellen bzw. angepeilten Ariane 6 Kadenz bleibt. Neben dem was sonst so nach an kommerziellen als auch institutionellen Starts im Auftragsbuch stehen. Plus die Bundeswehr plant ja auch noch einiges hoch zuschicken im gleichen Zeitraum.
Was zumindest Stand jetzt neben Vega-C die verfügbare Option wäre theoretisch. Natürlich hoffe ich das bis dahin auch unsere europäischen Microlauncher sicher fliegen. Die ja aber bereits Teils auch schon Aufträge erstmal zum Abarbeiten haben. Aber die werden abseits davon vermutlich nicht die Masse an Satelliten der Konstellation in Orbit bringen können.
Vielleicht hätte die EU mit ArianeSpace sich im Vorhin einfach mal x Starts in Rahmenverträgen sichern sollen, selbst wenn IRIS2 sich dann weiter verzögert hätte oder gar gekürzt worden wäre hätte man sie immer noch für die anstehenden Sentinel Erweiterung und Galileo Starts nutzen können.
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Vielleicht hätte die EU mit ArianeSpace sich im Vorhin einfach mal x Starts in Rahmenverträgen sichern sollen, selbst wenn IRIS2 sich dann weiter verzögert hätte oder gar gekürzt worden wäre hätte man sie immer noch für die anstehenden Sentinel Erweiterung und Galileo Starts nutzen können.
Davon würde ich fest ausgehen, denn das war von Anfang an der Plan, IRIS2-Satelliten mit Arianespace zu starten. (Ob Vega-C eine Rolle spielt, weiß man nicht). Es ist einfach noch vieles unklar bis die EU oder irgendwer mal Fakten auf den Tisch legt.
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SES hat jetzt OHB den Zuschlag erteilt, alle 18 Satelliten der MEO-Komponente von IRIS2 zu bauen. Der Auftrag hat ein Volumen von etwa 1 Mrd €. Jeder der Satelliten wird etwa 2,6 Tonnen wiegen. Startzeitpunkt(e) sind noch TBD (NET 2029):
https://europeanspaceflight.com/ses-awards-ohb-e1-billion-for-iris2-meo-satellites/
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Nun sind alle Aufträge zum Bau der Satelliten von IRIS2 vergeben.
Aerospacelab wird 264 Satelliten und Airbus Defence and Space die restlichen 66 Satelliten für das LEO-Segment bauen. Jene von Airbus werden die ersten sein die gestartet werden und sind Ka-Band fähig, während die anderen 264 Satelliten Ku/Ka-Band fähig sein werden, aber erst ab 2030 starten. Thales Alania stattet alle 330 Satelliten des LEO-Segment mit staatlichen Kommunikationsvorrichtungen aus.
Quelle: https://europeanspaceflight.com/aerospacelab-thales-alenia-space-secure-e5-4-billion-in-iris2-contracts/
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Ungarn wird seine Beteiligung an IRIS2 erhöhen teilte Andrius Kubilius (Kommissar für Verteidigung und Raumfahrt der EU) mit. (https://x.com/KubiliusA/status/2098054671050985867)
Desweitern ist bei einem Post der EU-Kommission bei den Partnerstaaten für IRIS2 nun auch die ukrainische Flagge aufgetaucht neben der von Norwegen und Island die bereits Teil davon sind.
https://x.com/defis_eu/status/2098078109157175797
Nach kurzer Recherche in einer Rede des Kommissars gefunden das die EU mit der Ukraine Verhandlungen über sowohl IRIS2 als auch GOVSATCOM aufgenommen hat.
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Südkorea gesellt sich per MoU zu IRIS2. Es wurde vereinbart zu prüfen wie Südkorea in IRIS2 intergiert werden könnte, eventuell auch mit eigenen Komponenten.
https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/en/speech_26_1895
Zudem hat die ESA 18 Verträge im Gesamtwert von ca. 20 Millionen Euro unterschrieben für Studien was mach für ein zusätzlichen Nutzen noch von den low-Leo Segmenten der Konstellation ziehen kann.
https://europeanspaceflight.com/esa-awards-e20m-in-contracts-to-study-future-iris2-services/