Raumcon
Raumfahrt => Konzepte und Perspektiven: Raumfahrt => Thema gestartet von: Klakow am 02. Juni 2015, 17:32:38
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ich habe hier http://www.golem.de/news/graphen-forscher-endecken-neuartigen-lichtantrieb-fuer-raumschiffe-1506-114412.html (http://www.golem.de/news/graphen-forscher-endecken-neuartigen-lichtantrieb-fuer-raumschiffe-1506-114412.html)
einen interessanten Artikel über einen Antrieb der Licht verwendet gelesen, er soll ohne Antriebsmedium auskommen und besser als ein Lichtsegel sein.
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Und was ist, wenn im Vakuum die Elektronen im Schwamm "alle" sind ?
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Ihrer (der Forscher) Ansicht nach
Ich denke eher, da war ein Journalisten-Schreiberling dran an der Mitteilung...
Ihrer Ansicht nach absorbiert das Graphen die Energie des Lasers, wodurch eine elektrische Ladung aufgebaut wird. Schließlich kann das Graphen nicht mehr Elektronen aufnehmen; sie werden freigesetzt. Dadurch werde der Schwamm in die entgegengesetzte Richtung gedrückt, schreiben die Forscher in einem Aufsatz, der als Preprint auf dem Dokumentenserver Arxiv abrufbar ist. Elektronen fliegen nicht zufällig
Das Graphen absorbiert die Energie des Lasers
Energie geht in den Laser und wird in Photonen umgewandelt. Also werden die Photonen absorbiert. Die man vlt. als Energieträger bezeichnen kann. Aber es sind halt Photonen.
Schließlich kann das Graphen nicht mehr Elektronen aufnehmen
Hier wäre interessant, mit welchem Mechanismus die Photonen in Elektronen umgewandelt werden, welche dann zum Aufnehmen bereit stehen. Oder ist diese Fähigkeit die Super Eigenschaft des Graphen ? Steht aber nicht da.
Photonen könnten zwar Elektronen aus dem Material "losschlagen". Diese kommen dann aber vom Material selbst und sind nicht aufgenommen. Da würde sich dann die Frage ergeben - wie viel Elektronen kann man freisetzen und wegstrahlen, ehe da ein weißderteufel was für ein Material übrigbleibt? Und was ist, wenn dann also das Graphen erschöpft ist? Wie ist die Ausbeute? Wieviel muß man mitnehmen bis z.B. zum Mars?
Dann wäre da noch : Graphen wird als guter elektrischer Leiter beschrieben. Da müßte also wirklich ein neuer Effekt entdeckt worden sein, der die Elektronen trotz der Leitfähigkeit zusammen bündelt und in Gegenrichtung abstrahlt. Das klingt verrückt, aber das könnte ich erstmal akzeptieren.
Die Wissenschaftler konnten nachweisen, dass ein elektrischer Strom von dem Schwamm wegfließt, wenn dieser mit einem Laser bestrahlt wird.
Das wäre ja nix Besonderes, das konnten schon die alten Cäsiumphotozellen...
Das könnte Raumschiffe ermöglichen, die ohne Treibstoff an Bord durch das All reisen.
Und was "treibt" den Laser an? Was ja nun auch kein kleines Teil sein dürfte. Da es ja nicht um einen Cubestat, sondern um ein Raumschiff geht.
Inwieweit wird das Graphen verbraucht/zerstört etc. ? In dem Fall müßte man es ja auch bei Treibstoff einordnen.
Also da wollen wir doch erst mal sehn...
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Hier fehlt doch ein Text dazwischen, auf den sich meine letzte Antwort bezog ???
So stehen doch einige Sätze in der Luft .....
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Hier fehlt doch ein Text dazwischen, auf den sich meine letzte Antwort bezog ???
So stehen doch einige Sätze in der Luft .....
Musste leider wegen Urheberrechtsverletzung entfernt werden. Deine Zitate beziehen sich ja immer noch auf den verlinkten Originalartikel.
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Ah so , ok :)
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Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es seit Juni 2015 auch eine Nature-Publikation (http://arxiv.org/ftp/arxiv/papers/1505/1505.04254.pdf) zu diesem Thema gibt, die etwas genauer die Experimente und Messergebnisse beschreibt.
Natürlich ist es dabei eine Sache, einen Graphenschwamm mittels Laser 40 cm anzuheben und eine andere Sache daraus einen Antrieb für die Raumfahrt zu entwickeln, aber es gibt eben noch andere revolutionäre Konzepte außer dem herrlich schön kontroversen EmDrive.
Zitat aus der Publikation:
While the propulsion energy/force is still smaller compared with conventional chemical rockets, it is already several orders larger than that from light pressure [Sonnensegel].
Auch wenn die Entdeckung letztlich nicht in die Raumfahrt übertragbar sein sollte, finde ich sie dennoch sehr interessant.